StatecInflatiounstaux am Grand-Duché ass ëm 2,1% geklommen

RTL Lëtzebuerg
An de Prognose gëtt fir dëst Joer souguer mat enger duerchschnëttlecher Inflatioun vun 2 Prozent gerechent.
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De Konsumenteschutz warnt an dem Kontext virun enger iwwerdriwwener Präisdeierecht. Schold un dëser Situatioun wiere Pëtrolsproduiten, déi tëscht Abrëll 2020 an Abrëll 2021 ëm ronn 29 Prozent am Präis geklomme sinn. Virun allem Autoschaufferen hätten dat ze spiere kritt. Donieft gëllt vu Januar u jo och eng CO2-Steier, déi de Präis un de Pompelstatiounen nach weider an d'Luucht gedréckt huet.

Och de Masutt wier an dem Zäitraum ëm 60 Prozent an d'Luucht gaangen. D'ULC warnt, elo mat falsche Virstellungen ze hantéieren an d'Autoschaufferen net nach weider ze belaaschten.

E weidere Constat vum Konsumenteschutz ass iwwerdeems, dass och an anere Beräicher eng Präisspiral z'observéieren ass: Bei de Liewensmëttel, bei Baumaterialien a verschiddenen Déngschtleeschtungen. D'ULC mécht sech Suergen, dass dës Entwécklung virun allem nees un de Kleng- a Mëttelverdénger, de Pensionären a Monoparentallen hänke bleift.

Dobäi géing ee weiderhi fuerderen, dass d'Kafkraaft vun de Bierger soll gestäerkt ginn an dofir bräicht et Steiererliichterungen an eng Upassung vun der Steiertabell un den Inflatiounstaux, sou d'ULC.

Pressemitteilung der Union Luxembourgeoise des Consommateurs

Die ULC warnt vor übertriebenen Preissteigerungen!
Wie den rezent vom Statec veröffentlichten Zahlen für April 2021 zu entnehmen ist, zieht die Inflationsrate in Luxemburg wieder kräftig an. Der durchschnittliche Jahresanstieg der Inflationsrate der Verbraucherpreise für April 2021 betrug 2,10%. In seinen weiteren Prognosen rechnet das Statistische Amt derzeit für dieses Jahr mit einer durchschnittlichen Jahresinflation von zirka 2,00%.

In diesem Zusammenhang weist die ULC daraufhin, dass der Hauptpreistreiber die Mineralölprodukte sind, die von April 2020 bis April 2021 um sage und schreibe durchschnittlich 28,92 % in die Höhe schnellten. Vor allem die Autofahrer bekamen die einhergehenden konsequenten Steigerungen für Kraftstoffe an der Tankstelle zu spüren. Ab Januar 2021 trat ebenfalls eine indexbereinigte CO2-Steuer in Kraft, die einen erheblichen Anteil an der Steigerung der Preise für Benzin und Diesel an der Zapfsäule trägt. Weiter stieg allein das Heizungsöl innerhalb dieses Zeitraumes um über 60% in die Höhe.

In diesem Zusammenhang warnt die ULC davor, sich falschen Vorstellungen hinzugeben und vor allem die Automobilisten über Maß zu belasten. Denn in Wirklichkeit erreicht man nur bedingt den gewünschten Effekt, also die Förderung des Klimaschutzes über eine Reduzierung der Autoabgase. In absehbarer Zukunft führt sicherlich noch kein Weg an den Automobilen mit Verbrennungstechnik vorbei, wenn auch mit reduziertem Schadstoffausstoß.
Die Reichweite von reinen Elektroautos lässt immer noch stark zu wünschen übrig. Des Weiteren ist Luxemburg und Europa von einem zufriedenstellenden Netz an Stromladesäulen noch ziemlich weit entfernt, so dass nach Meinung der ULC auch zukünftig längere Fahrten mit puren Elektroautos riskieren, zum Spieβroutenlauf von Elektrozapfsäule zu Elektrozapfsäule auszuarten.

Wohl gemerkt, die ULC ist mit Sicherheit kein Gegner alternativer Energien und schon gar nicht des Klimaschutzes. Jedoch sollten die getroffenen Maßnahmen und insbesonders die weiter steigenden CO2-Abgaben für Automobile nicht übertrieben werden, angesichts des manifesten Mangels an gangbaren Alternativen.

Ungeklärt bleibt auch die Frage, wie klima- und gesundheitsschädlich sowie inhuman der industrielle Abbau jener Stoffe ist, die für die Herstellung und Entsorgung von Elektroautos benötigt werden.

Aber nicht nur bei den Erdölprodukten stellt die ULC ein Anziehen der Preisspirale fest, sondern fürchtet ebenfalls in manchen anderen Bereichen, wie u.a. bei den Grundnahrungsmitteln, Baumaterialien und verschiedenen Dienstleistungen, dass die Preisentwicklung sich spürbar nach oben bewegt. Darum ist die ULC besorgt, dass wiederum und vor allem die Klein- und Mittelverdiener, die Rentner und allein Erziehende zur Kasse gebeten werden und am meisten von der negativen Entwicklung der Kaufkraft betroffen sind.

Daher fordert die ULC nicht nur die Erhaltung, sondern eine Stärkung der Kaufkraft und dies vor allem für die Klein- und Mittelverdiener, Rentner und allein Erziehende. Letztlich verlangt die ULC endlich zusätzliche Steuererleichterungen und eine Anpassung der Steuertabelle an die Inflationsrate.

Mitgeteilt von der ULC am 06.05.2021

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