
Zejoert hu sech zwou Persounen an deem Kontext gemellt. Allebéid waren zum Zäitpunkt vun den Iwwergrëff mannerjäreg. D'Virfäll ginn allebéid an d'60er Joren zeréck. Dat deelt d'Äerzdiözes an engem Communiqué mat.
Als Täter goufen 3 Paschtéier an eng weider Persoun genannt. Da gouf et och nach eng Meldung vu physescher an emotionaler Gewalt, déi vun engem weibleche Kierchemember soll ausgaange sinn. De Generalvikar huet all dës Meldungen un de Parquet weider gereecht.
An engem aneren Dossier gouf de penale Prozess ofgeschloss. De Bistum huet doropshin engem Paschtouer et verbueden, säin Déngscht ëffentlech auszeüben. Dësen däerf sech och net eleng mat mannerjärege Persounen ophalen.
Bei Fäll, déi 2018 an 2019 gemellt goufen, huet d'Kierch Indemnitéiten ausbezuelt. Wéi dës Entschiedegunge genee ausgesinn hunn, dat gëtt am Communiqué net präziséiert.
De Bistum huet 2017 Preventiounsmoossnamen en place gesat, ënnert anerem ginn et obligatoresch Formatiounen. 2020 konnten dës wéinst Corona awer net ofgehale ginn.
Erzdiözese Luxemburg - Kontaktstelle für Missbrauchsopfer
Bericht 2020
Der Jahresbericht wird seit 2019 jährlich vom Erzbistum veröffentlicht. Die Erstellung obliegt der Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten der Erzdiözese.
Aufgaben der Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten
Die Missbrauchsbeauftragte nimmt Hinweise auf sexuellen Missbrauch an Minderjährigen und schutzbedürftigen Erwachsenen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Bereich entgegen und begleitet die mutmaßlichen Opfer bei ihren nächsten Schritten.
Zu den zentralen Aufgaben der Präventionsbeauftragten gehören die Organisation und Durchführung von Schulungen für haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende sowie die Beratung bei der Entwicklung und Unterstützung bei der Umsetzung des Institutionellen Schutzkonzeptes.
Auswertung der eingegangenen Meldungen
• Im Jahr 2020 haben sich zwei Betroffene sexualisierter Gewalt gemeldet. Beide sind männlich. Sie waren zum Zeitpunkt des Übergriffes (im innerkirchlichen Bereich) minderjährig. Die Übergriffe fanden bei beiden Opfern zwischen 1960 und 1969 statt. Als Täter der Übergriffe wurden drei Priester/Ordensmänner und eine weitere Person genannt.
• Zudem hat sich eine Person gemeldet, die von physischer Gewalt und emotionaler Misshandlung durch eine Ordensfrau betroffen war.
• Alle Meldungen wurden durch den Generalvikar an die Staatsanwaltschaft weitergereicht.
• Nach Abschluss eines im Auftrag der römischen Kongregation für die Glaubenslehre geführten administrativen Strafprozesses hat der Erzbischof einem Priester des Erzbistums dauerhaft verboten, den priesterlichen Dienst öffentlich auszuüben sowie sich alleine mit Minderjährigen aufzuhalten.
• Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexueller Gewalt im Bereich der Kirche zugefügt wurde, wurden in drei Fällen ausgezahlt. Es handelt sich hierbei um Fälle, die in den Jahren 2018 und 2019 gemeldet wurden.
Prävention
Vorbeugende Maßnahmen werden seit 2017 in der Erzdiözese durchgeführt. Hierzu gehört, dass alle Beschäftigten der Erzdiözese (Priester, Diakone und Laienmitarbeiter*innen) an verpflichtenden Schulungen teilnehmen.
Die im Jahr 2020 vorgesehenen Schulungen konnten coronabedingt nicht stattfinden.
Kontakt
Die Anlaufstelle für Missbrauchsopfer steht den Betroffenen weiterhin zur Verfügung:
Tel. 621 676 349 (Freitags von 9 bis 11 Uhr), fir-iech-do@cathol.lu
Mehr zum Thema: www.cathol.lu/rubrique459