Domat ass gemengt, dass de Pëtrolskonzern sech no baussen hi méi gréng an ëmweltfrëndlech verkeeft, wéi dat wierklech soll de Fall sinn. Scho viru Kuerzem huet eng Etüd erausfonnt, dass de franséische Konzern de Klimawandel viru Jore bewosst verharmloost huet.
Schonn eleng, dass Total den Numm viru Kuerzem an TotalEnergies geännert huet, ass fir Greenpeace en einfachen, awer klore Beweis fir Greenwashing. Total hätt weiderhin haaptsächlech mat Ueleg a Gas ze dinn. Den Numm hätt zwar changéiert, d'Aarbecht dohannert awer net. Dat fënnt de Frank Thinnes vu Greenpeace "total donieft". Et wier awer net dat eenzegt Beispill fir de grénge Mantel beim Energiekonzern.
Bal 30 Prozent vum Marketing-Budget géif TotalEnergies fir säi Klima-Image notzen, sou Greenpeace. Mat 20 aneren Organisatiounen hu si elo eng Petitioun lancéiert. Si fuerderen de Verbuet vu Reklamme fir Entreprisen, déi der Ëmwelt staark schueden. Sou ee Reklammen-Verbuet gëtt et jo och schonn an der Tubaksindustrie.
Zum Beispill promouvéiert d'Entreprise d'Wandenergie oder Elektrobornen an hire Publicitéiten, obwuel 90% vun den Investissementer nach ëmmer a fossillen Energië sinn, wéi d'Produktioun vu Pëtrol. An deem Kader huet Greenpeace och eng Petitioun op EU-Niveau lancéiert.
Iwwer 95.000 Ënnerschrëfte goufe scho gesammelt. D'Guillemette Joly-Turquin, Presidentin vu Greenpeace Lëtzebuerg, kritiséiert dann och, dass TotalEnergies Lobbyisten op d'COP26 geschéckt huet.
TotalEnergies vu Lëtzebuerg huet bis ewell net op d'Protestaktioun vu Greenpeace reagéiert. D'Journalisten op der Plaz wollte bei hinne nofroen, si sinn awer net eragelooss ginn.
Greenpeace-Protest gegen Greenwashing bei Total "Energies"
Luxemburg, 10. November 2021 - Heute Mittag demonstrierten Greenpeace-AktivistInnen beim Tochterunternehmen von TotalEnergies in Luxemburg-Stadt, um die Greenwashing-Praktiken des Ölgiganten anzuprangern. Trotz der Umbenennung in "TotalEnergies" und der enormen Investitionen in das Markenimage bleiben Öl und Gas auf Jahrzehnte hinaus das Kerngeschäft der Total-Gruppe. Gerade im Kontext des aktuellen COP26-Klimagipfels, von dem Schritte zum allgemeinen Ausstieg aus fossilen Energien gefordert werden, warnen ExpertInnen und NGOs vor Carbon Offsetting und den Marketing-Lügen der Umweltverschmutzer. Die Europäische Bürgerinitiative "www.banfossilfuelads.org" zielt darauf ab, diese Greenwashing-Praktiken zu verbieten.
Die Total-Gruppe ist einer der fünf größten Produzenten fossiler Brennstoffe [1]. Ihre Treibhausgasemissionen belaufen sich auf 488 Millionen Tonnen pro Jahr, was zu einem durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg von +4° beiträgt [2]. Gleichzeitig gibt Total jährlich 52 Millionen Dollar für sein Klima-Image aus, d.h. 29% seines Marketingbudgets (der höchste Prozentsatz unter den fünf Carbon Majors) [3]. Auch auf seiner luxemburgischen Internetseite [4] wirbt TotalEnergies für freiwillige CO2-Kompensationen und gibt damit vor, die Treibhausgasemissionen, die durch seine Aktivitäten verursacht werden, auszugleichen. Die meisten Produkte, die das Unternehmen verkauft, könnten jedoch durch wahrhaft klimaschonende erneuerbare Energien ersetzt werden, für die die Technologien bereits existieren.
Nach Ansicht von KlimawissenschaftlerInnen braucht die Welt sowohl eine sofortige, drastische und konsequente Reduzierung der Emissionen als auch die Förderung natürlicher Kohlenstoffsenken, um die Klimaziele zu erreichen. "Ausgleichsmechanismen wie das von TotalEnergies unterstützte Redd+-Programm erlauben es, die Umwelt weiter zu verschmutzen und die Kommerzialisierung der Natur zu fördern", sagt Frank Thinnes, Klima- und Energiekampaigner bei Greenpeace Luxemburg. "Dieses Modell hat bereits zu Landraub, der Zerstörung der biologischen Vielfalt und zu Menschenrechtsverletzungen geführt."
Auf globaler Ebene hat sich die Total-Gruppe das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden, was die Emissionen ihrer direkten Tätigkeiten, sowie die aus der Verwendung ihrer Produkte entstehenden Emissionen angeht [5]. Im März 2021 kam die Investorenkoalition Climate Action 100+ jedoch zu dem Schluss, dass TotalEnergies seine eigenen Klimakriterien nur bedingt einhält - und dass die Klimapolitik des Unternehmens in jedem Fall nicht mit dem Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C vereinbar ist [6].
Greenpeace fordert, dass die an der COP26 teilnehmenden Staaten die Pläne der Industrie, einen globalen Markt für den Ausgleich von Kohlenstoffemissionen zu schaffen, zurückweisen, denn Kompensationsmechanismen werden echte Klimaschutzmaßnahmen nur verzögern. Ölkonzerne wie TotalEnergies versuchen jedoch mit allen Mitteln, ihre klimaschädlichen Produkte auch weiterhin vermarkten zu können. Aus diesem Grund sind ihre Lobbyisten bei den Verhandlungen in Glasgow anwesend: die Schaffung von CO2-Kompensationsmärkten würde ihnen ein neues Schlupfloch bieten, um der Öffentlichkeit vorzutäuschen, dass ein Business-as-usual akzeptabel sei. Gleichzeitig bessern sie ihr Image auf, indem sie beispielsweise Bäume pflanzen.
Es ist an der Zeit, die Lügen der Ölkonzerne zu verbieten: "Erinnern Sie sich an die coolen Cowboys in der Marlboro-Werbung, wie Wayne McLaren oder David McLean? Diese Herren starben an den Folgen des Zigarettenrauchens. Damals war die Werbung der Zigarettenindustrie irreführend. Heute sind es die Lügen und das Greenwashing von fossilen Brennstoff-Unternehmen wie TotalEnergies, die die Verbraucher irreführen und damit unser Klima und unsere Zukunft zerstören", so Frank Thinnes abschließend.
Ähnlich dem Verbot der Tabakwerbung fordern Greenpeace und 20 weitere internationale Organisationen ein Werbeverbot für umweltverschmutzende Unternehmen, die im Widerspruch zum Pariser Abkommen handeln, da sie fossile Brennstoffe fördern, die Millionen von Menschen schaden und gefährden. Mit der Europäischen Bürgerinitiative www.banfossilfuelads.org kann jede(r) diese Forderung unterstützen. Wenn die Petition in Europa eine Million Unterschriften erreicht, ist die Europäische Kommission verpflichtet, die Forderungen der Bürgerinitiative zu prüfen: dies könnte zu einem europäischen Gesetz führen.
Anmerkungen: [1] Exxon, Chevron, Shell, Total und BP.
[2] Oxfam France (2021) Climat: CAC degrés de trop – le modèle insoutenable des grandes entreprises françaises
[3] Influence Map, "Big Oil's Real Agenda on Climate Change", 2019, p. 12
[4] https://services.totalenergies.lu/
[6] https://www.climateaction100.org/company/Total/
Video: Uncover the greenwash scams of the global oil industry