"Beien a Baueren retten" EU-Biergerinitiativ kritt 1,16 Milliounen Ënnerschrëften

Roy Grotz
2 Joer nom Lancement vun der Europäescher Biergerinitiativ "Beien a Baueren retten" konnt d'Aktioun mat 1,16 Milliounen Ënnerschrëften ofgeschloss ginn.

Hei am Land louch de Quorum bei 4.500 Signaturen - et koumen der knapp 5.300 zesummen, wat weist, datt sech ganz vill Leit fir eng Landwirtschaft ouni Pestiziden a fir eng grouss Biodiversitéit op de Felder a Wisen asetzen.

Wann Ënnerschrëften guttgeheescht ginn, mussen d'EU-Kommissioun an Parlament d'Revendicatiounen vun de Petitionären op den Ordre du Jour huelen: nämlech bis 2035 guer keng synthetesch Pestiziden méi an der Landwirtschaft anzesetzen.

Hei am Land gouf d'Initiativ vum Mouvement, Greenpeace an Natur&Ëmwelt matgedroen - Si gesinn d'Lëtzebuerger Regierung lo an der "Bringschuld" - bannent der EU stoungen 220 Organisatiounen hannert de Fuerderungen.

Hei dat offiziellt Schreiwes:

Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten" erreicht über 1,16 Millionen Unterschriften

Luxemburg, den 1. Oktober 2021.

Die Organisationen*, darunter u.a. Mouvement Ecologique, natur&ëmwelt und Greenpeace Luxembourg, die hinter dieser europäischen Bürgerinitiative* (EBI) stehen, sind erfreut über das Ergebnis einer zweijährigen Kampagne, in deren Verlauf EUweit über 1,16 Millionen Unterschriften gesammelt wurden. Die EBI "Bienen und Bauern retten!" fordert eine Reduzierung des Einsatzes synthetischer Pestizide um 80 % bis 2030 und um 100 % bis 2035 in der EU, Maßnahmen zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen und eine massive Unterstützung der Landwirte bei der Umstellung
auf biologischen Landbau und agrarökologische Maßnahmen.

Auch in Luxemburg wurde die Mindestzahl von 4.503 mit 5.293 Unterschriften deutlich überschritten. Dies zeigt, dass sich auch hierzulande viele Bürger*innen für eine pestizidfreie und lebensfreundliche Landwirtschaft einsetzen, und dass es den Bürger*innen ein Anliegen ist, die Landwirtschaft zukunftsgerecht zu gestalten und zu subventionieren. Sollten die Unterschriften von den zuständigen Behörden bestätigt werden, müssten die Europäische Kommission und das Europaparlament die Forderungen der Initiative auf die Tagesordnung setzen. Die Europäische Kommission, aber auch die luxemburgische Regierung und zuständige Ministerien müssen handeln.

Raymond Aendekerk, Direktor Greenpeace Luxemburg bekräftigt: „Die Forderungen an die politisch
Verantwortlichen werden wieder einmal mit diesem Erfolg der Europäischen Bürgerinitiative
verdeutlicht. Biodiversität und das Überleben unserer Bauern und Lebensmittelproduzenten hängen
ganz eng zusammen. Die Ziele der EU, Klima und Umwelt zu retten und eine nachhaltige Landwirtschaft
zu fördern, wie dies mit dem Green Deal und der farm to fork Strategie erreicht werden sollen, dürfen
keine leeren Worthülsen bleiben."

Roger Dammé, Imker und verantwortlich für den Bereich Pestizide beim Mouvement Ecologique: „Der
Erfolg der EBI „Bienen und Bauern retten!" bekräftigt uns auch in der Aussage, dass es höchste Zeit ist
wesentliche Maßnahmen des Nationalen Aktionsplans zur Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden, die
seit fast 5 Jahren auf eine Umsetzung warten, endlich anzugehen. Des Weiteren macht er deutlich, dass
eine tiefgreifende Reform der EU-Agrarpolitik unbedingt nötig ist und von vielen EU Bürger*innen
eingefordert wird. Auch hier ist die luxemburgische Regierung in Bringschuld. Bis jetzt fehlt es, auch in
diesem so wichtigen Dossier, an Transparenz und offenem Austausch mit Umweltorganisationen und
der Zivilgesellschaft."

Lea Bonblet, Direktorin natur&ëmwelt a.s.b.l..: „Die Kampagne rund um die europäische Bürgerinitiative
konnte wegen der COVID-Situation größtenteils nur virtuell ausgetragen werden. Nichtsdestotrotz war
sie erfolgreich und sendet somit die klare Botschaft: die Bürger*innen unterstützen das PestizidReduktionsziel und den Erhalt unserer Biodiversität. Wir erinnern daran, dass das Leben auf der Erde ein Balanceakt ist. Es gilt sich für den Schutz des Artenreichtums in einer vielseitigen Natur- und
Kulturlandschaft einzusetzen. Eine weitere Fragmentierung der Landschaft muss demnach verhindert
werden, Lebensräume müssen renaturiert und wieder verbunden werden. Die Steigerung der
strukturellen Vielfalt muss in Städten (durch Baumalleen, Grüngürtel und Parks sowie die Reduktion versiegelter Flächen) ebenso verpflichtend sein wie in der Landwirtschaft.“

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